Sonntag, 6. August 2006

Etappe 02: Abiskojaure - Unna Allakas

Am Abend noch Sonnenschein, am Morgen tröpfelt Regen auf mein Zelt. Nach dem Frühstück geht es weiter durch dichten Birkenwald, bei Regen eine nasse Angelgenheit, nicht nur von oben. Nicht immer ist der Pfad zweifelsfrei zu erkennen und manchmal setzt die Wegmarkierung aus, was in den kommenden Tagen noch häufiger passieren soll.

Kotte im Samendorf RowidiewaNach gut fünf Kilometern beginnt die Samen-Sommersiedlung Rovvidievva. Dort sollten Wanderer in Richtung Unna Allakas nicht links über die Brücke gehen, sondern weiter auf einem unscheinbaren Pfad (!). Über den erreicht man die im August verlassene Siedlung, die fast wie eine Geistersstadt wirkt. Die Hoffnung samisches Brot und geräucherten Fisch zerschlägt sich beim Anblick verriegelter Türen und Fenster.



Also weiter durch den Wald, entlang des Flusses Kamajåkka. Nach gut vier Kilometern lichtet sich der Wald. Der Blick wird weiter und linker Hand liegen kleine Seen, in denen man mit Glück Elche baden sehen kann, was mir passiert (mein erster Elch!). Der Pfad führt weiter durch ein nahezu waldloses Tal. Immer wieder müssen kleine Hügel überwunden werden. Da die Landschaft nicht sonderlich spektakulär ist, zieht sich der Weg in die Länge.

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Gut eineinhalb Kilometer vor der STF-Hütte müssen zwei drei harmlose Watstellen überwunden werden. An der Hütte geht es kurz einen Hang hinauf. In Unna Allakas trifft der Pfad wieder auf den Nordkalottleden, der vom Allesjaure herüberführt. Wanderer, die der offiziellen Wegführung von Abiskojaure über Allesjaure nach Unna Allakas folgen, müssen einen Tag mehr einplanen.

Länge: 21,2 Kilometer

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